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Duden an die Freude: Die Geschichte hinter meinem Claim

Kerstin Salvador sitzt auf einem Bücherstapel vor einem hellen Hintergrund. Neben ihr liegen und stehen große Pappbuchstaben. Im Bild steht der Claim „Duden an die Freude“.

„Duden an die Freude.“

Wenn Menschen zum ersten Mal auf meiner Website landen oder meine Visitenkarte in die Hand nehmen, bleibt ihr Blick oft an diesen vier Worten hängen. Manche schmunzeln. Manche sprechen mich direkt darauf an. Und fast immer kommt irgendwann die Frage: „Wie bist du eigentlich auf diesen Claim gekommen?“ Die kurze Antwort lautet: durch die Liebe zur Sprache. Die längere Geschichte erzähle ich heute.

Kurz zusammengefasst

In diesem Artikel erfährst du,

  • wie mein Claim „Duden an die Freude“ entstanden ist,
  • warum er bis heute zu meiner Arbeit passt,
  • weshalb ein Claim mit einem Unternehmen wachsen darf
  • und warum hinter einem guten Claim immer eine Haltung steckt.

Ein Claim sollte nach mir klingen

Als ich 2021 meine Website neu entwickelte, legte ich den Grundstein für meine heutige Marke. Damals stand noch kein Claim auf der Startseite. Der entstand erst ein Jahr später.

2022 nahm ich in der Content Society von Judith Peters an einem Claim-Workshop teil. Gemeinsam brainstormten wir, spielten mit Wörtern und suchten nach Formulierungen, die nicht nur beschreiben, was wir tun, sondern auch, wer wir sind.

Ich wollte keinen Satz, der auch zu hundert anderen Lektorinnen gepasst hätte. Professionell. Kompetent. Zuverlässig. Solche Formulierungen treffen sicher auf mich zu, aber sie hätten ebenso gut auf viele Kolleginnen und Kollegen gepasst. Ich wollte etwas, das nach mir klingt. Etwas, das zeigt, dass Sprache für mich mehr ist als ein Handwerk. Etwas, das ein kleines Lächeln hervorruft und gleichzeitig im Gedächtnis bleibt.

Irgendwann war er einfach da.

„Duden an die Freude.“

Je öfter ich ihn laut aussprach, desto klarer wurde mir: Das ist er. Genau so möchte ich wahrgenommen werden. Ich ergänzte ihn auf meiner Website und seitdem begleitet er mich durch meine Selbstständigkeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich mag diesen Claim noch immer sehr.

Mehr als ein Wortspiel

Natürlich spielt der Claim auf Beethovens „Ode an die Freude“ an. Dieses berühmte Musikstück kennt fast jeder. Aus „Ode“ wurde „Duden“. Aus einem einzigen ausgetauschten Wort entstand ein Satz, der genau das ausdrückt, was ich mit meiner Arbeit verbinde. Ich musste sofort lächeln. Und genau dieses Gefühl wollte ich auch bei anderen auslösen.

Viele sehen zuerst den kleinen sprachlichen Witz. Ich sehe darin noch etwas anderes. Der Duden steht für mich nicht einfach für ein Wörterbuch. Er steht für Sprache, Präzision, Sorgfalt und Verlässlichkeit. Für das Handwerk, das hinter jedem guten Text steckt.

Die Freude wiederum erinnert mich daran, warum ich diesen Beruf gewählt habe. Ich liebe Sprache. Ich liebe es, Texte klarer zu machen und den Moment zu erleben, in dem aus einer guten Idee ein richtig guter Text wird. Vor allem aber liebe ich die Zusammenarbeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben. Eigentlich arbeite ich gar nicht gegen Fehler. Ich arbeite für gute Texte.

Kerstin Salvador jongliert mit großen Pappbuchstaben – ein Bild für ihre Freude an Sprache und die Geschichte hinter ihrem Claim „Duden an die Freude“.
Mit Sprache zu spielen, gehört für mich genauso zum Schreiben wie Präzision und Sorgfalt.

Ein Claim, der mich viele Jahre begleitet

„Duden an die Freude“ begleitet mich inzwischen seit vier Jahren. Er steht auf meiner Website, auf meinen Social-Media-Profilen und taucht immer wieder in Gesprächen auf. Viele Menschen erzählen mir, dass sie sich genau diesen Satz gemerkt haben. Das freut mich jedes Mal. Denn genau das sollte ein guter Claim leisten: Er soll im Gedächtnis bleiben.

Noch wichtiger ist mir allerdings etwas anderes. Der Claim fühlt sich echt an. Ich musste ihn nie spielen oder mir aneignen. Er war nie ein Marketingtrick, sondern immer Ausdruck meiner Begeisterung für Sprache. Vielleicht ist das das eigentliche Geheimnis eines guten Claims: Er muss nicht möglichst clever sein, sondern möglichst authentisch.

Mein Business ist gewachsen

In den vergangenen Jahren hat sich allerdings nicht nur meine Website verändert. Auch mein Business ist gewachsen.

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit meiner Marke beschäftigt. Ich habe über meine Positionierung nachgedacht, über meine Angebote und darüber, wie ich künftig wahrgenommen werden möchte. Dabei kam auch mein Claim wieder auf den Prüfstand. Nicht, weil ich ihn loswerden möchte. Sondern weil ich wissen wollte, ob er noch zu der Unternehmerin passt, die ich heute bin.

Als ich den Claim entwickelte, dachte ich vor allem an meine Arbeit als Lektorin. Heute begleite ich Verlage zusätzlich als externe Projektmanagerin, arbeite als Autorin für Deutsch als Fremdsprache, lektoriere Fach- und Sachbücher, korrigiere Texte und unterstütze Unternehmen dabei, ihre Inhalte verständlich, stilsicher und leserfreundlich zu gestalten.

Mein berufliches Spektrum ist breiter geworden. Deshalb frage ich mich in letzter Zeit immer häufiger, ob mein Claim heute noch alles abbildet, was ich tue. Nicht, weil ich ihn nicht mehr mag. Ganz im Gegenteil. Ich mag ihn noch immer sehr. Aber vielleicht erzählt er heute nur noch einen Teil meiner Geschichte.

Darf sich ein Claim verändern?

Diese Frage beschäftigt mich gerade. Ein Claim ist schließlich kein in Stein gemeißeltes Versprechen. Er darf wachsen. Genau wie ein Unternehmen wächst. Genau wie wir Menschen wachsen. Vielleicht bleibt „Duden an die Freude“ noch viele Jahre an meiner Seite. Vielleicht entwickelt sich daraus irgendwann etwas Neues. Beides wäre in Ordnung.

Vielleicht erzählt „Duden an die Freude“ heute nicht mehr meine gesamte berufliche Bandbreite. Aber er erzählt noch immer etwas Wesentliches über mich. Er erzählt von meiner Freude an Sprache, von meiner Begeisterung für gute Texte und von meiner Überzeugung, dass Präzision und Leichtigkeit kein Widerspruch sind. Deshalb fühlt er sich auch vier Jahre später noch richtig an.

Was sich nie ändern wird

Ganz gleich, welchen Claim meine Website irgendwann trägt – eines wird bleiben: meine Freude an Sprache, meine Freude an guten Büchern und meine Freude daran, Wissen verständlich zu machen. Ich liebe es, Autorinnen, Autoren, Verlage und Unternehmen dabei zu begleiten, aus guten Ideen starke Texte entstehen zu lassen.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Geschichte hinter „Duden an die Freude“. Nicht das Wortspiel. Sondern die Haltung, die seit vielen Jahren dahintersteht.

Häufige Fragen

Was ist ein Claim?

Ein Claim ist ein kurzer Satz, der ausdrückt, wofür eine Marke oder ein Unternehmen steht. Im Gegensatz zu einem Slogan begleitet ein Claim eine Marke oft über viele Jahre.

Wie entstand der Claim „Duden an die Freude“?

Ich entwickelte ihn 2022 während eines Claim-Workshops in der Content Society von Judith Peters. Er entstand aus einem gemeinsamen Brainstorming und passte sofort zu meiner Begeisterung für Sprache.

Warum heißt dein Claim nicht einfach „Lektorat mit Freude“?

Weil „Duden an die Freude“ meine Persönlichkeit besser widerspiegelt. Er verbindet Präzision mit Sprachliebe und bleibt im Gedächtnis.

Kann sich ein Claim verändern?

Ja. Ein guter Claim darf sich mit einem Unternehmen weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass er die Werte und Haltung einer Marke authentisch ausdrückt.

Mehr Einblicke hinter die Kulissen meines Business

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Fotos: Mira Burgund


Wer schreibt hier?

Ich bin Kerstin Salvador – freie Lektorin, Autorin und Projektmanagerin für Verlage. Seit 2011 begleite ich Autorinnen, Autoren, Verlage und Unternehmen dabei, aus guten Ideen starke Texte entstehen zu lassen.

Was mich dabei besonders prägt: Ich kenne beide Seiten. Ich arbeite nicht nur als Lektorin, sondern schreibe selbst Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache und übersetze aus dem Italienischen. Ich weiß, wie viel Herzblut, Zeit, Zweifel und Entwicklung in einem Text stecken können – und wie wertvoll ein Gegenüber ist, das mit Präzision, Erfahrung und Respekt begleitet.

Vielleicht ist genau das der Gedanke hinter meinem Claim „Duden an die Freude“. Ich arbeite nicht gegen Fehler. Ich arbeite für gute Texte. Für Texte, die klar, verständlich und stimmig sind, ohne ihre persönliche Stimme zu verlieren.

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