Drei Fotos einer Frau, die Grimassen schneidet.

Heute gestehe ich dir etwas: Auch mir unterlaufen als Lektorin gelegentlich Tipp- und Rechtschreibfehler in meinen eigenen Texten. Und das, obwohl ich die Regeln doch gut kenne und gerne Tipps gebe, wie man die eigenen Texte effizient Korrektur liest, damit kein blöder Fehler stehen bleibt. Das ist dann besonders unangenehm. Wie das passieren kann, erkläre ich dir in diesem Blogartikel.

Peinliche Fehler in meinen eigenen Texten

Neulich ist mir doch tatsächlich ein fetter Tippfehler in der Betreffzeile meines Newsletters durchgerutscht … Au weia!! Wie unangenehm!

Betreffzeile einer E-Mail

Bist du Abonnentin meines Newsletters? Hast du es bemerkt? Was hast du gedacht? Verrate es mir bitte im Kommentar.

Gerade in meinem Fall als Rechtschreibtrainerin und Lektorin ist das doch mega peinlich!! Den Newsletter hatte ich zwar vor dem Abschicken mehrfach Korrektur gelesen, aber nicht die Betreffzeile … Einmal abgeschickt, konnte ich nachträglich natürlich nichts mehr korrigieren.

Ich gestehe außerdem, dass ich nur mit zwei bis sechs Fingern schreibe, statt blind mit zehn. Da muss ich immer nochmal drübergehen und Vertipper beheben. Ich wollte schon immer mal blind auf der Tastatur schreiben lernen. Das spart irre viel Zeit und vermindert Tippfehler um ein Vielfaches.

Vor Rechtschreibfehlern bin ich natürlich auch in meinen eigenen Blogartikeln nicht gefeit. Obwohl ich die sehr gründlich Korrektur lese, bevor ich auf den Veröffentlichen-Button drücke.

Wie konnte das passieren?

Die Sache ist die: In den eigenen Texten sind wir oft betriebsblind – da können wir die Regeln noch so gut beherrschen. Aber warum das so ist?

Das ist ein ganz natürliches Phänomen, was die ganze Sache ja so vertrackt macht. Sonst könnte man sich ja ein Lektorat oder Korrektorat getrost sparen, wenn jede*r die eigenen Fehler so einfach selber korrigieren könnte.

Es gibt eine Studie, die dieses Phänomen erklärt. Kannst du sie lesen?

Studie auf einer Tafel
Studie einer englischen Universität zu verstellten Buchstaben

Wir konzentrieren uns beim Lesen auf den Inhalt und lesen nicht Silbe für Silbe. Das Auge erfasst dabei den Text in Sinnabschnitten. Bei den eigenen Texten wissen wir ja schon, was da steht, da achten wir nicht mehr auf jedes einzelne Wort. Und Rechtschreibkorrekturprogramme können bei Buchstabensalat auch nicht erraten, welches Wort wir eigentlich meinen.

Wenn ich einen Blogartikel schreibe, konzentriere ich mich zuerst natürlich auf das Thema und den Inhalt. Was will ich schreiben? Was ist das Thema? Was fällt mir dazu ein? Wie strukturiere ich meinen Text? Was sind griffige Zwischenüberschriften? Ich gehe vom Groben ins Feine vor. Formuliere Absätze aus, schreibe erstmal meine Gedanken unperfekt auf. Manche auch erst als Stichworte oder Phrasen. Dann feile ich an meinen Sätzen. Gehe in einem Absatz noch mehr ins Detail. Kürze an anderer Stelle noch einen zu lang geratenen Satz und zerlege ihn in zwei Sätze. Wenn es gut läuft, schreibe ich im Flow den Text zuerst einmal einfach runter. Die Feinarbeit kommt später.

Ich selber bin oft viel zu ungeduldig

Ich empfehle immer, den eigenen Text vor der Veröffentlichung über Nacht liegenzulassen und am nächsten Tag nochmal mit frischem Blick Korrektur zu lesen. Das ist tatsächlich ein sehr hilfreicher Trick. Aber ich muss gestehen, dass ich dazu oft viel zu ungeduldig bin. Ich schreibe meine Blogartikel meist in einem Rutsch, platziere die Bilder und kann es dann gar nicht abwarten, den Veröffentlichen-Button zu drücken. Denn anschließend möchte ich ihn ja auch gleich in meinen Social-Media-Portalen teilen.

So passiert es natürlich schnell, dass ich Fehler in meinen Blogartikeln übersehe und bin dankbar dafür, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht.

Tipps für mich, wie ich es besser machen kann

Ich habe immer gute Tipps zur Hand, wie das Korrekturlesen der eigenen Texte effizienter gelingt. Diese Tipps gelten auch für mich …

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Bei fremden Texten lasse ich natürlich viel mehr Sorgfalt walten. Ich bin unvoreingenommen, tauche ganz in einen Text ein und feile mit sehr viel Geduld an Sätzen, bis alles passt.

Kontaktiere mich, wenn du zum Beispiel die Texte deiner Website einmal gründlich prüfen lassen möchtest. Ich übernehme auch das Werbelektorat für Broschüren und andere Publikationen. Am liebsten lektoriere ich Bücher, und zwar Fach- und Sachbücher und auch Ratgeber. Romane lektoriere ich keine.

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