Frau im roten Pulli auf einer Straße mit Autos
Mein Jahresrückblick 2021

Wie schon im letzten Jahr hatte Corona auch in diesem Jahr unser aller Leben fest im Griff und durchkreuzte unsere Pläne. Dieses Virus fordert uns zum ständigen Umdenken, Lernen und Improvisieren heraus. Nun denn. So habe ich den Fehdehandschuh auf- und die Herausforderung angenommen. Wenn schon alles eingeschränkt ist, so wollte ich die gewonnene Zeit wenigstens zum Aufbau eines neuen beruflichen Standbeins nutzen und lernen, lernen, lernen.

Das Jahr 2021 sollte gleich im Januar mit meinem 10-jährigen Jubiläum im „Lektorat Salvador“ mit einem großen Paukenschlag starten. Zehn Jahre selbstständig als freie Lektorin, Autorin und Übersetzerin – das ist doch schon was! Darauf war ich ganz schön stolz!

Zu diesem Anlass wollte ich endlich in den sozialen Medien sichtbar werden, die ich bis dahin nur ganz privat genutzt habe. Und ich wollte meinem Business im Lektorat gleich im Januar eine neue Website spendieren. Für mehr Sichtbarkeit und weitere Akquise. So der Plan.

Doch dann bin ich im Netz auf dieses ominöse Online-Business gestoßen und wie man damit skalierbare Umsätze generieren kann. Das klang spannend und vielversprechend. Wie es dazu kam, was daraus geworden ist und an wen sich mein Angebot auf meiner neuen Website schließlich richtet, erfährst du in diesem Jahresrückblick.


Was habe ich mir für 2021 vorgenommen und wie ist es gelaufen?


Mein Rückblick 2021:

10-jähriges Firmenjubiläum und wie geht es weiter? Mein Start ins Online-Business

Das Jahr 2021 sollte mit einem großen Jubiläum beginnen: Im Januar war ich genau zehn Jahre selbstständig mit meinem „Lektorat Salvador“. BÄM! Dieses große Ereignis wollte ich mit einer nigelnagelneuen Website und viel Sichtbarkeit in den sozialen Medien feiern. Bisher hatte ich auf Facebook und Instagram nur private Accounts, auf denen ich hübsche Landschaftsaufnahmen gepostet hatte, aber niemals Menschen – geschweige denn, mich selbst oder mein Business.

Aufgeschlagenes Buch mit Bild und Visitenkarte
10 Jahre Lektorat Salvador – meine etwas in die Jahre gekommene Website

Aber etwas anderes hielt mich auf, dieses für mich wichtige Ereignis gebührend zu feiern und für mein Marketing zu nutzen: Die Perspektive auf meinen nächsten Zehnjahresplan. Wie geht es weiter, wo will ich in den nächsten drei, fünf, zehn Jahren stehen? Zehn Jahre bin ich nun schon selbstständig als freie Lektorin, Autorin und Übersetzerin. Ich lektoriere Sach- und Fachbücher für Verlage, Werbebroschüren für Unternehmen und auch Publikationen für Stiftungen.

Als Autorin schreibe ich seit über zehn Jahren Sprachlehrwerke für Deutsch als Fremdsprache für einen Verlag in Italien und ich übersetze auch aus dem Italienischen. Diese Arbeit erfüllt mich und macht mir großen Spaß. Allerdings bin ich in all den Jahren auch bequem geworden und drücke mich vor Innovation und Akquise. Ich hatte einfach keinen Plan und prokrastinierte lieber, als mich mit Akquisestrategien und Wachstum zu beschäftigen.

Ja, ich sollte mal was auf LinkedIn posten, aber was? Was hatte ich als Lektorin schon zu schreiben? Hinzu kam, dass ich pandemiebedingt einige Umsatzeinbußen hatte. Veranstaltungspublikationen für große Events wurden zurückgezogen, weil die Veranstaltungen nicht stattfanden. Ich weiß, ich bin nicht die einzige, andere hat es mit der Pandemie viel schlimmer getroffen. Es ist Jammern auf hohem Niveau.

Verlage zahlen immer schlechter und auch sonst sind die Preise für hochwertiges Lektorat ziemlich im Keller. Im Verband der freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) setzen wir uns zwar für faire Bezahlung und einen angemessenen Stundensatz ein, aber es ist schwer, sie tatsächlich umzusetzen. Die Konkurrenz ist groß und man ist schnell weg vom Fenster, wenn man einen Preis nennt, der sich wirtschaftlich trägt.

Vor zwei Jahren habe ich mit vier anderen Frauen, einer Texterin für leichte Sprache, einer Journalistin, einer Grafikerin und einer Webdesignerin eine Kooperation gegründet, um als Team größere Aufträge zu akquirieren und gemeinsam umzusetzen. Wir hatten schon einen Namen, ein Logo, schicke Visitenkarten und eine Website – aber keine Strategie, wie wir sichtbar werden sollten, damit Unternehmen überhaupt auf unser Angebot aufmerksam werden. Und so versandete diese schöne Kooperationsidee.

Vorder- und Rückseite einer Visitenkarte mit rosa Dackelpfote
Unsere so optimistisch gestartete Kooperationsgemeinschaft „Rosa Dackel“ verlief leider im Sande

Ich hatte einfach keinen Plan, wie es weitergehen sollte. Irgendwann im November bin ich im Netz auf Tanja Lenke gestoßen und habe mich für das Kick-off Festival zur she-preneur Academy angemeldet. Ich war elektrisiert und lernte in kürzester Zeit viel über Markt und Nische, Versprechen, Angebot, „Wie helfe ich meinem Kunden?“, Transformation und Preisen.

Plötzlich stieß ich auf dieses ominöse Online-Business, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Von Onlinekursen und passivem Einkommen, das man damit erzielen kann, wenn man den Kurs 2–3 Mal pro Jahr „launcht“. Von „Impact“ und Reichweite. Mir schwirrte der Kopf von so vielen neuen Informationen. Am Ende gab es ein sehr schmales Zeitfenster, in dem man sich entscheiden musste, sehr viel Geld in die Hand zu nehmen, um sich für ein Jahresprogramm in der „Academy“ anzumelden. So etwas nennt man „Funnel“, wie ich später lernte …

Oh weh, was tun? Dieses sechstägige Kick-off Festival war großartig und ich war ziemlich angefixt. Tanja teilte ihr enormes Wissen und ihre Erfahrungen auf eine unglaublich sympathische Art. Hier taten sich plötzlich neue Wege auf, um aus der ewigen Zeit-gegen-Geld-Falle herauszukommen und sich ein Leben „Fülle und Erfüllung“ aufzubauen. Ich habe dabei so viele inspirierende Frauen kennengelernt, die alle selbstständig sind in den unterschiedlichsten Bereichen, und die ihr Expertinnenwissen nun online verbreiten wollen. Hier fühlte ich mich umgeben von Gleichgesinnten, die alle das gleiche Ziel hatten.

Ja, das wollte ich, aber die Angst war groß, dafür eine Waschmaschine im Abo zu bekommen. Hält das alles auch, was es verspricht? Sollte ich wirklich an meine Rücklagen und Ersparnisse gehen, an die ich durch die Umsatzeinbußen schon gegangen war? Und eignet sich mein Angebot als Lektorin überhaupt für einen Onlinekurs? Wie soll das gehen? Wer braucht das? Ist jemand bereit, dafür Geld auszugeben? Und überhaupt, ich vor einer Kamera? Die ich mich doch am liebsten am heimischen Schreibtisch hinter meinen Manuskripten verstecke … Was habe ich schon zu bieten, womit ich anderen helfen kann? Ich fühlte mich klein und unwissend, ratlos und unentschlossen, mit einer großen Angst vor Neuem, das ich nicht bewältige.

rechte Wade und Fuß mit Turnschuh vor Boden mit Blättern
Vor einer großen Entscheidung

Dieses Foto zeigt den Moment, als ich nach dem Festival eine Runde spazieren war, um den Kopf freizukriegen und um eine Entscheidung zu treffen. Ja – Nein – Ja – Nein … ???

Und schließlich JA! Ich habe auf den Kauf-Button geklickt! Und mit dem 1. Dezember 2020 ging es auch gleich los mit der She-preneur-Academy. Halleluja! Nun war ich eine „She“ 🙂

Ich entdeckte Zoom und das Zuhause der vielen Shes, mit denen ich nun viel Zeit verbrachte. Und es ging gleich los mit einer Challenge, in dem es darum ging, in nur 6 Wochen einen Onlinekurs zu entwickeln, ihn fertig zu erstellen, ihn zu bewerben und dafür Kunden zu finden und live zu veranstalten. Wow!

Ist das schaffbar? Kann ich das? Für solche Fragen blieb zum Glück keine Zeit, denn Tanja hat uns Woche für Woche feste Aufgaben gegeben, die es zu erledigen galt und hat uns Schritt-für Schritt dahin geführt, das Unmögliche möglich zu machen.

Am meisten geholfen hat dabei der unglaubliche Zusammenhalt der Shes untereinander, die alle so solidarisch und hilfsbereit waren. Wir alle haben uns gegenseitig unterstützt und getragen. In vielen Vernetzungscalls haben wir uns ausgetauscht und kennengelernt und Mastermindgruppen gebildet, in denen wir uns im kleinen Kreis regelmäßig berichtet haben, wo wir gerade stehen. Spoiler: Mehr zu meinen supertollen Mastermindfrauen weiter unten in einem eigenen Abschnitt!!

Mein erster Betakurs in nur zwölf Wochen!

Gleich im Januar ging es in der @she-preneur Academy los mit einer Challenge. Die Aufgabe lautete: „Verkaufe dein erstes Beta-Onlineprodukt in 6 Wochen + erstelle deinen ersten Onlinekurs“. Also zwölf Wochen dann insgesamt für Erstellung, Promophase und vierwöchige Durchführung des Kurses. Das klang aufregend. Tanja hatte uns versprochen, uns ins Tun zu bringen – und das hielt sie auch. Also los!

Grafik mit einer Kurve, die einen Prozess beschreibt
Diese Grafik im 12-Wochen-Jahr von Moran/Lennington zeigt genau, wie es mir in diesen sechs Wochen ergangen ist.

Wie ich später im 12-Wochen-Jahr von Moran/Lennington lernen sollte, befand ich mich in Phase I: uninformierter Pessimismus. Noch ahnte ich nicht, was auf mich zukommen würde, und war optimistisch, neugierig und voller Tatendrang. So wie all die vielen anderen Shes in der Academy. Da war ein enormer Zusammenhalt untereinander. Wir alle hatten dasselbe Ziel und unterstützten uns bei all den technischen Fragen.

Tanja und ihr Team haben uns Schritt für Schritt durch alle Prozesse geführt. In vielen Videos und Prozessbeschreibungen gab es Anleitungen, was zu tun war. Jede Woche gab es eine andere Aufgabe. Das wichtigste in dieser Zeit war meine Mastermindgruppe. Ohne meine Mastermindfrauen hätte ich das nie geschafft. Diese Challenge hat uns ganz schön zusammengeschweißt und wir treffen uns noch immer jede Woche und tauschen uns aus.

Aufgabe der ersten Woche war die Erstellung unseres Angebots. Bis vor kurzem hatte ich keinen blassen Schimmer, wer meine Zielgruppe ist, was ich überhaupt als Lektorin anbieten könnte, was meine Nische und mein Angebot ist und schon sollte ich also ein Angebot erstellen! Was ist mein Versprechen? Was lernen meine Kundinnen durch mein Angebot? Was brauchen sie und wobei kann ich sie in ihrem Business unterstützen?

Frau im roten Pulli, die mit Buchstaben jongliert
„Endlich korrekte Texte für dein Online-Business – Wie du die Hürden der Rechtschreibung bei den Hörnern packst.“

Mein Plan war, Unternehmerinnen zu helfen, die ein Onlinebusiness betreiben und dafür viel schreiben müssen – wie Newsletter, Social Media Posts, Websitetexte, Blogbeiträge, Kursinhalte usw. Ihnen will ich zeigen, wie sie sicher durch den Rechtschreibdschungel kommen, um sich als Expertinnen mit korrekten Texten zu zeigen.

Und zack ging es weiter mit der Technik: eine Facebookgruppe einrichten, grafische Gestaltung mit Canva und vor allem, den Kurs in Elopage einrichten! Dazu noch ActiveCampaign. Ich befand mich nun zweifellos im Tal der Tränen, also Phase III. Das schaff ich nie! Ich schmeiß hin! Das wird nie was! Verzweifelt bin ich zu meinem Mastermindbuddy Philine gefahren und wir haben gemeinsam Elopage eingerichtet. Daran wäre ich alleine definitiv gescheitert. Nun gab es kein Zurück. Inzwischen hatte ich auch genug Geld investiert für all die Tools und Technik.

Dann sollten wir ratzfatz die Inhalte für unseren Onlinekurs erstellen. Dafür hätte ich in meinem Perfektionismus ohne die krasse Zeitvorgabe wohl Monate gebraucht. Ich war Galaxien außerhalb meiner Komfortzone und war nun in Phase II, dem informierten Pessimismus, angelangt. Im Sturzflug bergab. Ängste und Zweifel begleiteten mich. Kann ich das? Schaffe ich das? Bin ich gut genug? Ich schlief jede Nacht nur vier Stunden, dann weckte mich meine innere Stimme und erinnerte mich daran, was noch alles auf dem Zettel stand und dass ich das niemals schaffen kann. Den Begriff „Mindset“ hatte ich noch nie vorher gehört. Nun war ich umgeben von meinen Glaubenssätzen.

Frau im am Schreibtisch mit Computer und Mikrofon
Beim Aufnehmen der Videos für meinen Onlinekurs (Foto von Philine Bach)

Jetzt war das Aufnehmen der Videos dran. Welches Mikro, welche Kamera? Wie geht das mit den Präsentationen parallel über Canva? Ganz frei in eine Kamera sprechen? Oh weh. Ich verhaspelte mich laufend, musste schneiden. Welches Schnittprogramm? Wie die Videos einbinden? Technik, Technik, Technik und so viel Angst … Aber ich wuchs über mich hinaus, lernte und lernte und gab nicht auf. Langsam kam ich aus dem Tal der Tränen und ich begab mich in Richtung Phase IV, dem informierten Optimismus. Vielleicht kriege ich es ja doch hin??

In Tag und Nachtschichten musste nun alles fertig werden, bis es in die Promophase ging. Jetzt, wo der Kurs so gerade fertig war, mussten Kundinnen her, mit denen ich meinen Betakurs erproben konnte. Also Werbung machen auf allen Kanälen. Noch so eine Hürde. Mich zeigen, sichtbar werden. Etwas verkaufen. IIIhhh … Auch das lag mir so gar nicht. Aber ich hatte nun ein fertiges Produkt, auf das ich stolz war. Also los!

Frau im roten Pulli sitzt auf einem Bücherstapel, vor ihr stehen Buchstaben auf dem Boden
Hallo, ich bin Kerstin – Bewerbungsformular für meinen Onlinekurs

Am Ende hatte ich tatsächlich 17 Frauen gefunden, die sich für meinen Kurs interessierten!! Krass!!! Und das, obwohl ich den ersten Testdurchlauf eigentlich nur mit vier Frauen im kleinen Kreis durchführen wollte. Ich entschied mich, ihn mit fünf Teilnehmerinnen zu machen und den Kurs danach ein zweites Mal durchzuführen. Übung macht die Meisterin.

Anfangs war ich noch ziemlich unsicher, aber dann wurden die Live-Sessions mit meinen Teilnehmerinnen immer besser. Ich hatte so tolle Teilnehmerinnen, die fleißig mitgemacht und viele Fragen gestellt haben und sehr wohlwollend waren. Die wöchentlichen Unterrichtseinheiten auf Zoom haben richtig Spaß gemacht und ich bekam von meinen Teilnehmerinnen super Feedback. Wow! Das ging runter wie Öl. Ich war so glücklich. Es fühlte sich alles so unglaublich gut an, als der Kurs dann richtig gut lief und ich rührende Testimonials bekam. Yes! Genau dafür hat sich die ganze Arbeit auf jeden Fall gelohnt!! Phase V, der erfolgreiche Abschluss, war erreicht!

Mindset mit Höhen und Tiefen. Ein turbulentes Jahr.

Was ist Mindset? Ehrlich gesagt, habe ich diesen Begriff vor meinem Einstieg ins Online-Business noch nie gehört und mir darüber auch keine Gedanken gemacht. Glaubenssätze also, Sätze, an die man glaubt. Weil sie einem im Kindesalter schon eingeredet wurden und man sie als gesetzt angenommen hat. Und je mehr ich mich damit auseinandergesetzt habe, umso deutlicher wurden mir einige Verhaltensweisen, die mich so tagein, tagaus begleiten. Was für ein spannendes Thema!

Frau im schwarzen Mantel sitzt auf einem Stein und schaut nach links
Kann ich das? Schaffe ich das? Umgang mit Ängsten und Zweifeln (Foto von Philine Bach)

Als ich Anfang des Jahres diese Betakurs-Challenge mitgemacht habe, war ich so weit herausgerissen aus meiner Komfortzone, dass ich oft nicht wusste, wo oben und unten war. Es gab so viel Neues zu lernen, was kaum zu bewältigen war und ich musste mich ständig meinen Ängsten stellen. Angst vor der Technik. Angst, nicht gut genug zu sein. Angst davor, meine Komfortzone zu verlassen und mich zu zeigen. Angst, frei vor der Kamera zu sprechen. Angst, mich zu blamieren. Angst, das alles nicht zu schaffen.

Ich hatte kein Bein auf dem Boden und schwebte im luftleeren Raum. Dazu kamen Existenzängste, weil ich in dieser Zeit keine Aufträge angenommen und voll von meinen Ersparnissen gelebt habe. Angst, dass mein Thema Rechtschreibung keine Socke interessiert und ich die Investition in Kurse und Technik nicht wieder reinbekomme.

rotes Blatt auf grünem Waldboden
Stimmung manchmal so

Dazu kamen sehr starke Wechseljahresbeschwerden mit Hitzewallungen und immensen Schlafstörungen. Über Monate habe ich jede Nacht nur drei bis vier Stunden geschlafen, war ständig müde und unkonzentriert und nah am Wasser gebaut. Nicht schön. Was diese Hormone mit einem doch so anstellen. Plötzlich ist man nicht mehr so belastbar, wie man es gerne wäre. Schon krass, wenn man mit fünfzig plötzlich „alt“ ist, obwohl man sich doch gar nicht so fühlt. Auch so ein Mindset-Thema, das in diesem Jahr neu dazu kam.

Aber was das Tolle daran ist, ist das Gefühl, wenn man Angst hat, und es trotzdem macht. Ich bin immer mutiger geworden in diesem Jahr. Habe mir immer mehr zugetraut und bin daran gewachsen. Und dieses Glücksgefühl, wenn es dann gut läuft, wenn man Ergebnisse sieht, Neues lernt und versteht, ist so toll. Wenn man Lob und Anerkennung bekommt und dabei zwei Zentimeter über dem Boden schwebt. Dieses Gefühl macht alle Anstrengung wett. Dafür haben sich alle Mühen voll gelohnt!

Frau mit rotem Pulli vor einer Backsteinmauer
positives Mindset: Ich erreiche meine Ziele! (Foto von Philine Bach)

Und zunehmend macht sich positives Mindset breit: Ich weiß, dass ich meine Ziele, die ich mir gesetzt habe, erreiche. Dass ich mir vertrauen kann, auch wenn der Weg steinig ist. Dass ich gut genug bin und eine Menge geschafft habe. Dass ich mir auf die Schultern klopfen und stolz auf mich sein kann. Und ich weiß, dass mein Thema gut ankommt und gebraucht wird. Und dass ich mit meinem Wissen anderen helfen kann und viel Freude daran habe.

Ich bin so viel gewachsen in diesem Jahr, bin ruhiger und zuversichtlicher geworden. Optimistischer und kraftvoller. Ich schlafe auch wieder besser. Und ich bin ganz bei mir und vertraue mir, das alles in meinem Tempo zu schaffen. Schritt für Schritt, wie es für mich gut passt. Der Aufbau eines Online-Business ist ein Marathon, kein Sprint. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, nicht auszubrennen und gut auf die eigenen Ressourcen zu achten.

Rechtschreibung – nur was für Nerds?

Eigentlich war das Thema Rechtschreibung als Nische ein bisschen aus der Not heraus geboren. Als ich im Dezember in die she-preneur Academy eingetreten bin und es im Januar gleich mit der Erstellung eines Betakurses losging, hatte ich gar keine Zeit, um lange darüber nachzudenken, was denn ein geeignetes Thema für mich sein könnte.

Klar, als Lektorin ist das natürlich was mit Sprache. Hier bin ich Expertin. Aber eignet sich das als Onlinekurs? Ist Rechtschreibung nicht total unsexy? Wer will sich damit schon auseinandersetzen, geschweige denn, Geld dafür für einen Onlinekurs ausgeben?

Frau mit Bücherstapel, Auszug aus der Über-mich-Seite
Wünschst auch du dir mehr Sicherheit beim Schreiben?

Aber je mehr ich in die Welt des Online-Business eingetaucht bin, umso klarer wurde mir, dass sich hier viele Expertinnen tummeln, die alle ein unglaubliches Wissen in ihren jeweiligen Gebieten mitbringen. Und sie alle müssen schreiben: Social Media Posts, Newsletter, Blogbeiträge, Websitetexte, Landingpages, Kursinhalte usw.

Nicht alle sind fit in der neuen Rechtschreibung. Sie haben ihren Fokus ja auch auf ihren jeweiligen Fachbereichen. Schon richtig, aber um professionell wahrgenommen zu werden, zählt eben auch die Außenwahrnehmung, und die erfolgt im Online-Business zum großen Teil über Texte. Stehen dann auf der Verkaufsseite zu einem teuren Kurs gleich mehrere Rechtschreibfehler, wirft das kein gutes Licht auf die Anbieterin. Insgeheim ziehen wir unbewusst Rückschlüsse auf das Können einer Person und die Qualität ihres Angebots.

Frau sitzt im Schneidersitz und schreibt
Ich helfe dir sicher durch den Rechtschreibdschungel

Es gibt zwar schon recht gute Korrekturprogramme, aber die finden eben auch nicht jeden Fehler. Und hier komme ich ins Spiel und möchte mit meinem Fachwissen die Frauen unterstützen und ihnen helfen. Mit Workshops, Onlinekursen oder Lektorat. Und so schrecklich dröge ist das Thema eigentlich gar nicht, wenn man es einfach und unterhaltsam erklärt. Es darf auch Spaß machen. Und den hatten meine Kursteilnehmerinnen, und ich mit ihnen.

Türchen Nummer 5 zum Rechtschreib-Adventskalender
Mein Rechtschreib-Adventskalender 2021

Im Dezember habe ich einen Rechtschreib-Adventskalender auf Instagram und Facebook gemacht mit Rechtschreibtipps für jeden Tag. Der ist sehr viel gelikt und kommentiert worden, worüber ich mich sehr gefreut habe. Das hat mir viel Bestätigung gegeben, dass mein Thema doch interessiert und ich vielen Menschen damit helfen kann. Und außerdem bin ich damit sichtbar geworden als Rechtschreibexpertin.

Kacheln mit Instagram-Beiträgen
Mein Rechtschreib-Adventskalender auf Instagram kam sehr gut an

Bestärkt durch so viel positive Rückmeldungen habe ich mich dann kurzerhand dazu entschlossen, meinen Mini-Rechtschreibkurs anzubieten. Ein Schnupperkurs zum Schnupperpreis, den ich bis zum 24. Dezember anbiete. Ein Spontan-Launch, den ich so gar nicht geplant hatte. Schnell ein Video aufgenommen und hochgeladen, einen Link zu Elopage erstellt und wenige Stunden später später purzelte auch schon der erste Verkauf rein! Chakka! Der Kurs ist ein Auszug aus meinem großen Rechtschreibkurs, den ich im nächsten Jahr launchen will. Mein Thema interessiert also doch und hat Potenzial!!

Meine Mastermind und Accountability – ein starker Zusammenhalt

Das schönste und wertvollste Geschenk in diesem turbulenten Jahr ist wohl meine Mastermind-Gruppe und meine Accountability-Partnerin. Beide Gruppen bestehen nun schon seit fast einem Jahr und wir sind gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen gegangen, haben uns gegenseitig unterstützt, uns in wöchentlichen (Online-)Treffen per Zoom berichtet, wo wir gerade stehen, was die nächsten Schritte sind, ob wir sie erreicht haben und haben uns Tipps gegeben, wenn eine von uns nicht weiterwusste. Welch ein Segen. So eine intensive Zusammenarbeit schweißt zusammen.

vier Frauen im Biergarten, die lachen und Bier trinken
Erstes Mastermindtreffen im richtigen Leben statt auf Zoom (Foto von Philine Bach)

Gemeinsam erfolgreich werden, sich unterstützen und vorwärts kommen ist so unglaublich kraftvoll. Danke, liebe Mastermind-Ladys Philine Bach, Janine Matthees, Mira Burgund, Elly Fiege und ein dickes Dankeschön an meine Accountability Susanne Amar! Ohne euch, wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt stehe.

Im Oktober gab es ein she-preneur-Treffen mit Tanja Lenke und den Shes der Academy live in Berlin in einer Tapas-Bar!! Ein Highlight! Ein Austausch mal nicht auf Zoom, mit tollen Frauen, intensiven Gesprächen und dem unvergesslichen she-preneur-Spirit, der uns durch das Jahr getragen hat und für den ich so dankbar bin.

15 Frauen sitzen an einem langen Tisch und lachen in die Kamera
Treffen der Shes in Berlin mit Tanja Lenke (Foto: Mira Burgund)

Sehr dankbar bin ich auch für die Kooperation mit „meiner“ VA Janine, einer ehemaligen Teilnehmerin meines Onlinekurses. Aus dem Kontakt hat sich eine intensive Win-win-Kooperation ergeben. Ich unterstütze sie beim Lektorat ihrer Texte und sie hilft mir bei meinem Social-Media-Auftritt und gestaltet wunderschöne Vorlagen in Canva (siehe meinen Adventskalender und mein E-Book!!). Dicke Empfehlung!

Mein größter Dank geht aber an Philine. Wir haben uns gleich im Januar bei einem Vernetzungscall kennengelernt und waren uns gleich sympathisch. Schnell haben wir eine Mastermindgruppe gebildet, aus der eine enge Freundschaft entstanden ist. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir uns erst ein knappes Jahr kennen. Gefühlt kennen wir uns schon eine Ewigkeit. Wir sind gemeinsam durch dieses intensive Jahr gegangen und hatten teil an den Entwicklungsschritten der anderen. Philine ist in diesem Jahr so gewachsen und hat Unglaubliches geleistet. Sie ist mein großes Vorbild. Dazu zeichnet sie ihre große Hilfsbereitschaft aus. Wir haben uns gegenseitig besucht und auch privat viel geredet. Nadja mag und schätzt sie auch sehr. Danke, liebe Philine, für deine Freundschaft.

Hilfe, ich werde sichtbar!

Eine der größten Hürden beim Einstieg ins Online-Business war für mich das Sichtbarwerden. Oh mein Gott! Für die Erstellung meines Onlinekurses musste ich frei in eine Kamera sprechen. Das fiel mir am Anfang unendlich schwer.

Ich als introvertierter, leiser Mensch, die sich am liebsten hinter Manuskripten versteckt, hatte große Schwierigkeiten, mich im Video zu sehen und meine Stimme zu hören. Wie schrecklich! Meine innere Kritikerin war äußerst streng mit mir.

Die Scheu vor der Kamera (Foto von Philine Bach)

Für mein erstes Video habe ich den Text vorher genau auswendig gelernt und bestimmt dreißigmal aufgezeichnet und wieder gelöscht. Immer habe ich mich verhaspelt und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

Mich in den sozialen Medien zu zeigen, vor allem in Videos und Storys, war echt eine Herausforderung und ich habe mich sehr lange davor gedrückt. Vor einem Jahr hatte ich noch keinen Business-Account bei Instagram und Facebook und habe diese Plattformen nur privat genutzt.

Aber wie sollen meine Kundinnen von meinem Angebot erfahren, wenn ich mich verstecke und mich nicht zeige? Ich weiß, wie wichtig die Sichtbarkeit im Online-Business ist, um Vertrauen aufzubauen.

Ich bin Judith Peters sympatexter sehr dankbar für diese wunderbare Challenge, bei der ich nicht nur das Bloggen gelernt habe, sondern auch, mich durch Storydoing, „der cooleren Zwillingsschwester des Storytellings“ in den sozialen Medien zu zeigen und parallel zum Schreiben von meinem Jahresblogschreiben zu berichten. Die dadurch gewonnene Reichweite war schon enorm und hat geflasht.

Inzwischen bin ich viel mutiger geworden und hatte sogar einige Interviews und Insta Lives. Wie dieses hier mit meiner Business-Mentorin Tanja Lenke von der she-preneur Academy.

Interview mit meiner Business-Mentorin Tanja Lenke

Oder dieses hier im Deep Talk mit Nadja Weise:

Insta Live mit Nadja Weise

Susanne Lohs hat ein schönes Format in ihrem Blog, in dem sie ihre Interviewpartnerinnen in einem Word-Rap vorstellt:

Interview-Blog mit Susanne Lohs

Shootings mit Philine und Mira

Zum Thema Sichtbarwerden gehört natürlich auch, schöne Bilder von sich zu haben. Für die Website oder für Social-Media-Posts. Welch ein Glück, dass in meiner Mastermind-Gruppe gleich zwei wunderbare Fotografinnen sind: Philine Bach und Mira Burgund. Mit Mira hatte ich gleich im Januar ein professionelles Shooting, bei dem die Fotos auf meiner Website entstanden sind. Ich habe mich unglaublich wohl und gut aufgehoben gefühlt und das Shooting hat großen Spaß gemacht, wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann.

Mein erstes Shooting mit Mira Burgund (Foto von Philine Bach)

Beim Shooting mit Mira (Foto von Philine Bach)

Die tollen Bilder, die bei dem Shooting entstanden sind, zieren meine Website.

Frau, die einen Stapel Bücher trägt

Kerstin, die Bücherfrau (Foto von Mira Burgund)

Dazu kam, dass auch Philine bei dem Shooting mit dabei war und Fotos und Videos vom Shooting gemacht hat als Making off. Das war wirklich großartig! Es war auch unser erstes Treffen, live – trotz Lockdown. Das ist schon beachtlich: Da sind zwei professionelle Fotografinnen in einer Mastermindgruppe, die sich ohne Konkurrenzgedanken unterstützen und voneinander lernen. Absolutes Empowerment von zwei starken Frauen!

Nach dem Shooting mit meinen Mastermindfrauen Philine und Mira (Foto von Alexander Hoven)

Im Laufe des Jahres kam ich in den Genuss, gleich mehrfach von Philine fotografiert zu werden. Zwei professionelle Shootings, eins im Winter und eins im Spätsommer. Und bei jedem unserer Treffen hatte sie die Kamera dabei. Ihre Art zu fotografieren unterscheidet sich komplett von Miras. Beide sind absolut professionell, haben aber einen ganz anderen Schwerpunkt und sind somit keine Konkurrentinnen.

Philine fotografiert Frauen auf eine ganz zarte, natürliche Art. Sehr nahbar und persönlich. Frauen, die sich eigentlich unfotogen fühlen und eine Scheu vor der Kamera haben. So wie ich. Philine schafft es, dass man die Kamera gar nicht wahrnimmt und sich völlig bei ihr entspannen kann. Mit einer Leichtigkeit und Freude. Dabei geht es nicht um Perfektion und das richtige Outfit, sondern um Authentizität.

Mit den Fotos, die beim ersten Shooting an einem kalten Tag im Januar entstanden sind, hatte ich am Anfang Schwierigkeiten, weil ich meine Makel so deutlich sah. Ich war übermüdet und hatte am Tag zuvor eine Migräneattacke. Ich war nicht gerade in Bestform. All das erkannte ich auf den Bildern und meine innere Kritikerin sah nur meine geschwollenen Augen, die in der Kälte tränten.

Beim Shooting im Januar mit Philine

Heute blicke ich ganz anders auf diese wirklich schönen Bilder. Denn sie zeigen wirklich mich, auf eine sehr authentische Art. Bilder müssen nicht perfekt sein, es ist die Persönlichkeit, die diese Bilder ausmachen. Der Mensch dahinter. Philine hat das perfekt eingefangen, einzigartig und schön. Inzwischen liebe ich diese Bilder sehr und zeige sie gerne. Und bei jedem Shooting entstehen Fotos mit einer ganz anderen Stimmung und Aussage. In diesem Jahresrückblick sind sie überall verteilt. Danke, liebe Philine, für diese sehr besonderen Fotos, mit denen ich mich wirklich sehr wohl fühle. Sie sind ein echter Hingucker.

Vereinbarkeit von Online- und Offline-Business

Eine meiner größten Herausforderungen ist die Vereinbarkeit von Offline- und Online-Business. Der Aufbau eines neuen Standbeins im vollen Tagesgeschäft fordert und überfordert mich oft. Ich arbeite sehr diszipliniert mit einem klaren Zeitmanagement und trotzdem komme ich oft einfach nicht hinterher und habe den Eindruck, nicht genug zu schaffen.

Mein Offline-Business besteht schon aus zwei sehr unterschiedlichen Bereichen: Als Lektorin liegt mein Schwerpunkt auf Fach- und Sachbüchern, die ich für Verlage lektoriere und auch das externe Projektmanagement vom Manuskript bis zum fertigen Buch inklusive Autorenbetreuung für sie übernehme.

zwei Schulbücher Deutsch liegen übereinander

Sprachkurs für Deutsch als Fremdsprache, bei dem ich Teil des Autor:innenteams war

Als Autorin schreibe ich seit zehn Jahren Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache. Das mache ich für einen Fremdsprachenverlag in Italien. Dazu gehören Sprachkurse, Lektüren zum Deutschlernen und auch zwei Sprachzeitschriften, die monatlich erscheinen. Gerade schreibe ich an einem Deutschbuch für Teenager, das ich zusammen mit meiner langjährigen italienischen Kollegin und Freundin Silvana schreibe. Als Autorinnenteam haben wir schon einige Buchprojekte zusammen umgesetzt. Darunter den zweibändigen Sprachkurs „Italienisch für Faule“.

aufgeschlagenes Buch

Sprachkurs „Italienisch für Faule“ (2 Bände)

Die Arbeit an Sprachkursen ist sehr fordernd: Hier gilt es, spannende Dialoge und Texte zu schreiben, die Teenager interessieren, die das jeweilige Grammatikthema behandeln, den entsprechenden Wortschatz. Dazu kommen jede Menge Übungen. Das Ganze unter einem strengen Zeitplan. Die Konversation mit dem Verlag erfolgt auf Italienisch.

Im einen Bereich bin ich Lektorin und überarbeite Manuskripte von Autor:innen, auf der anderen Seite bin ich selber Autorin und bekomme meine Texte lektoriert zurück. Dazu kommen Übersetzungen aus dem Italienischen. Ein ganz schöner Spagat.

aufgeschlagenes Buch über Vulkane

Entdeckerbuch, das ich aus dem Italienischen übersetzt habe. Kooperationsprojekt mit Lena Gayoso

Und „nebenbei“ baue ich mir ein weiteres Standbein im Online-Business auf, um mir mit Onlinekursen ein skalierbares Einkommen zu schaffen. Denn leider zahlen Verlage immer schlechter und ich will weg vom ewigen Zeit-gegen-Geld-Modell. Langfristig muss ich unbedingt auf eine gesunde Work-Life-Balance achten, mehr Pausen machen und auch Urlaub, in dem ich nicht arbeite.

Mein Highlight: Meine eigene Website ist endlich online!!!

Meine neue Website war ein Thema, das mich durch das gesamte Jahr 2021 begleitet hat. Wie schon weiter oben erwähnt, sollte meine neue Website Lektorat Salvador zum 10-jährigen Bestehen meiner Selbstständigkeit im Januar schon fertig sein. Nach zehn Jahren war es einfach an der Zeit für eine neue Website. Doch dann begann sich mit dem Start ins Online-Business die Zielgruppe und mein Angebot immer weiter zu verändern.

Frau sitzt am Schreibtisch und tippt etwas in ihr Laptop

Beim Schreiben meiner Websitetexte

Für Verlage, Stiftungen und Institutionen will ich ja weiterhin lektorieren und externes Projektmanagement übernehmen. Und ich will auch weiterhin als Autorin Sprachlehrwerke für Deutsch als Fremdsprache und aus dem Italienischen übersetzen. Mein bisheriges Business bleibt bestehen. Aber nun kommen Onlinekurse hinzu und mir wurde immer klarer, dass ich gerne mit Frauen arbeite, die ein Online-Business betreiben.

Gelernt habe ich in einem Intensivworkshop mit der Zielgruppenqueen Claudia vor allem eines: spitze Zielgruppe! Sprichst du alle an, sprichst du niemanden an. Oh weh! Wie sollte ich dieses Problem lösen? Die Ansprache auf einer Lektoratsseite ist ganz klar „Sie“, und hier sollten Angebot und Referenzen ganz sachlich im Vordergrund stehen. Unternehmerinnen, die ein Online-Business betreiben, möchte ich dagegen sehr persönlich ansprechen und duzen.

Erst im dritten Quartal war ich dann so weit, dass ich mich dazu entschieden habe, eine zweite Website zu erstellen und die alte erstmal so zu belassen. Zuerst wollte ich die ganze Arbeit an eine professionelle Webdesignerin auslagern. Sie sollte ja schließlich nicht selbstgebastelt aussehen. Außerdem bin ich technisch nicht sonderlich begabt und Zeit hatte ich auch nicht im Überfluss. Doch dann bin ich im Netz über die Landingpage zu Annika Gievers Kurs Website-Heldinnen gestolpert, die mich Satz für Satz angesprochen und überzeugt hat. Wow! So funktionieren also gute Verkaufsseiten. Ich habe nur genickt und am Ende freudig den Kauf-Button gedrückt.

Und was soll ich sagen, Annikas Kurs hält absolut, was er verspricht. Den kann ich wirklich jeder ans Herz legen, die sich ohne viel technisches Vorwissen eine eigene Website erstellen will. Super verständlich und sehr charmant erklärt und mit einem tollen Support im Background, der bei technischen Fragen hilft.

Frau, die den Kopf auf die rechte Hand stützt

Teil meiner Über-mich-Seite

Bei der Über-mich-Seite hat mir der Workshop von Susanne Lohs sehr geholfen. Sie erklärt super, worauf man dabei alles achten muss. Und auch von Judith Peters sympatexter habe ich mir tolle Tipps geholt. So eine Website ist schon eine Wissenschaft für sich. Nicht nur die Technik und das Design, sondern auch den inhaltlichen Aufbau und die Funktion. Die super schönen Fotos sind übrigens von meiner Mastermindkollegin Mira Burgund.

Freigeschaltet habe ich sie dann Mitte Oktober. Und hier das Ergebnis:

Collage mit Bildschnipseln

Impressionen meiner neuen Website

Ganz fertig ist sie allerdings noch nicht. Wird sie vermutlich auch nie, weil sich ständig was verändern kann. Sie darf also mitwachsen und ich weiß ja jetzt, wie es geht. Der Feinschliff fehlt noch mit SEO, einigen technischen Optimierungen und einigen Korrekturen. Das steht Anfang des Jahres bei mir auf dem Plan. Und damit auch ActiveCampaign und die Einrichtung eines Newsletters. Vielleicht suche ich mir dafür auch eine VA, die mich dabei unterstützt.

Mastermind at home

Zu Hause habe ich das große Glück, dass meine Ehefrau Nadja sich beruflich gerade ebenfalls über ein Jahrescoaching weiterbildet und wir oft an ähnlichen Themen arbeiten. Sie ist Künstlerin, genauer gesagt, Malerin. Ihr großes Ziel ist es, von ihrer Kunst leben zu können, oder zumindest mehr Bilder zu verkaufen. In ihrem Coaching geht es speziell um Marketingstrategien für Künstler:innen. Auch um Social Media. Sie ist eine Meisterin im Aufnehmen von originellen Videos und hat im Gegensatz zu mir keine Scheu vor der Kamera. Hier kann ich noch viel von ihr lernen. Gerade arbeitet sie an der Erstellung ihrer Website und benötigt natürlich auch einen Shop, über den sie ihre Bilder verkaufen kann.

Zwei Frauen blicken in blauen Kleidern schauen in die gleiche Richtung

Mastermind at home mit meiner Ehefrau Nadja (Foto von Philine Bach)

Es tut gut, wenn wir uns austauschen und gegenseitig unterstützen können. Mastermind at home – wie großartig! Im Sommer haben wir zehn Tage in Ratzeburg Urlaub gemacht und viele Ausflüge und Radtouren in der schönen Umgebung und an der Ostsee unternommen. Ihr Skizzenbuch hatte Nadja immer mit dabei und hat überall gezeichnet.

Skizzenbuch mit Hand, die zeichnet. Im Hintergruind Felsen und Meer

Nadja beim Zeichnen

Zu Hause im Atelier hat sie die Bilder weiter bearbeitet und kam auf die Idee, aus den schönen Arbeiten einen Kalender zu machen. Bei dem kreativen Prozess durfte ich sie unterstützen und begleiten. Puh, da steckt ganz schön viel Arbeit drin. „Der Himmel über Ratzeburg“ heißt er und ist bei uns zu haben! Zum Beispiel per E-Mail an: nadja.schueller.ost@gmx.de. 

„Der Himmel über Ratzeburg“ – Kalender 2022

Das ist die Über-mich-Seite in Nadjas Kalender. Dieses starke Foto hat Philine Bach gemacht. Bei dem Shooting im Atelier sind unglaublich tolle Fotos entstanden, die Philines unverkennbare Handschrift tragen.

Künstlerin im Atelier mit Bildern
Die Künstlerin Nadja Schüller-Ost

Im November haben wir beide ein Wellnesswochenende auf Gut Klostermühle gemacht und einen Gutschein eingelöst, den wir zur Hochzeit bekommen haben. Das war ganz wunderbar und tat uns beiden so gut. Wellness mit Massage, lesen, wandern und Zeit füreinander haben. Herrlich!

See im Winter mit Nebel über dem Wasser
Wellness-Wochenende auf Gut Klostermühle

Gleichzeitig haben wir beide unsere Adventskalender vorbereitet, Videos dafür aufgenommen und waren sehr kreativ. Im neuen Jahr wollen wir öfter mal für ein Wochenende verreisen und den Tapetenwechsel für kreative Projekte zu nutzen.

Verschobene Feste 2021

Ein Highlight in diesem Jahr war unser erster Hochzeitstag, den ich mit meiner Frau Nadja ❤️ im Bürgerpark in Pankow verbracht habe – dem Ort, wo wir im letzten Jahr unsere Hochzeit unter Pandemiebedingungen mit einem Picknick gefeiert haben. Alles spontan und im kleinen Kreis, da unter den Bedingungen nichts planbar war. Und doch war es der schönste Tag in meinem Leben voller Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Hochzeit in Coronazeiten

zwei Frauen stehen auf einer Treppe und lachen

Zweitverwertung unserer Masken

In diesem Jahr wollten wir eigentlich unsere Hochzeit mit einer großen Party nachfeiern mit all den lieben Menschen, die durch die Corona-Beschränkungen nicht dabei sein konnten. Ebenfalls unseren gemeinsamen 100. Geburtstag, 10 Jahre Lektorat Salvador, meinen 50. Geburtstag. Aber entweder war in diesem Jahr die Corona-Situation zu ungewiss oder mich nahm der Aufbau meines Online-Business zu sehr in Beschlag, dass an die Ausrichtung eines großen Festes nicht zu denken war. Wie kann man zwei Jahre nachfeiern, die an Lebenszeit auf der Strecke blieben?

Es bleibt eine große Sehnsucht nach Normalität, nach persönlichen Kontakten, Kultur und dem wirklichen Leben jenseits von Online-Business …


Was sonst noch so los war 2021

Ein paar Impressionen aus diesem Jahr.

Winterwanderung mit Nadja (Foto von Philine Bach)

Bogenschießen mit Freundinnen

Urlaub an der Ostsee

Beim Freiwasserschwimmen

Rettungsschwimmprüfung bestanden

Wandern mit Nadja

Wochenende auf dem Boot mit Isabel

Familienfest zur Einschulung

Beim Pilzesammeln können wir super entspannen

Bei meinen Laufrunden morgens im Stadion

Wanderung mit Philine


Mein Jahr 2021 in Zahlen

Screenshot vom Instagram-Account mit roten Bild-Kacheln

Mein Instagram-Account (Stand 19.12.2021)


Mein Ausblick: Das wartet 2022 auf mich

Frau lehnt an der Wand mit geschlossenen Augen und träumt

Ziele träumen und manifestieren (Foto von Philine Bach)

Was wartet 2022 auf mich?

Uii, jetzt ist meine Liste doch ganz schön lang geworden und sicherlich fällt mir noch sehr viel mehr ein, wenn ich länger drüber nachdenke. Das Jahr ist schon ganz schön voll. Aber ich bin guter Dinge und weiß, es wird ein gutes, kraftvolles und erfolgreiches Jahr werden. Und ein glückliches.

Mein Motto für 2022

Mein Motto für 2022 lautet: Ab jetzt mit gelöster Handbremse …

20 Antworten

  1. Liebe Kerstin, das ist ein ganz wunderbarer und inspirierender Jahresrückblick! Ich wünsch Dir jetzt mal Zeit zum Erholen und 2022 viel Energie zum Durchstarten
    Alles Liebe, Barbara

  2. Liebe Kerstin,
    wow! Was für ein Jahresrückblick. Teilweise ist mir echt der Atem gestockt. „Schafft sie es, rechtzeitig ihren Online-Kurs zu erstellen?“ Was für ein Krimi. Chapeau! Was du dieses Jahr alles auf die Beine gestellt hast. Da kannst du verdammt stolz sein!
    Du bist auf der Suche nach einer VA für ActiveCampaign? Da kann ich dir Sarah Osenberg (https://losprobiert.de/) empfehlen.
    Falls du auch noch nach Unterstützung in Sachen SEO suchst, kann ich dir Jane von Klee und ihren SEO-Kurs ans Herz legen (https://janevonklee.de/). Ich bin bei der aktuellen Runde dabei und überarbeite damit grad meine Website. Jane hat ein großes Talent, das Thema SEO auch für Anfänger:innen sehr einfach zu erklären.
    Ich wünsche dir für 2022 alles Gute und dass du viele deiner Vorsätze umsetzen kannst. Vor allem wünsche ich dir, dass du Zeit für dich findest. 😀
    Herzliche Grüße aus Euskirchen
    Katrin

    1. Liebe Katrin,
      ich danke dir sehr für deine Empfehlungen! Sarah Osenberg habe ich mir gleich mal abgespeichert. Klingt super! Ich glaube, ich habe sie über Jane von Klee schon kennengelernt. Den SEO-Workshop mit Jane hab ich auch gemacht, hatte aber zu dem Zeitpunkt sehr wenig Kapazitäten, um alles umzusetzen. Aber ich habe die Themen für meinen Adventskalender mit dem Keywordshitter (Empfehlung von Jane) zusammengestellt, um wirklich Rechtschreibthemen aufzugreifen, nach denen oft gesucht wird.
      Lass uns in Kontakt bleiben, Frau Kollegin!
      Herzliche Grüße
      Kerstin

  3. Liebe Kerstin,
    was für ein Jahr! Toll, was du alles auf die Beine bekommenhast. Deine Entscheidung zu Bloggen finde ich super – dann kann ich noch mehr von deinen Texten lesen.
    Schöne Weihnachten und alles Gute
    Ilka

    1. Liebe Ilka,
      vielen Dank für dein Lob und deinen Kommentar! Darüber freue ich mich sehr!
      Auch ich mag deine Blogartikel und finde es schön, weiter von dir zu lesen!
      Herzliche Grüße
      Kerstin

  4. Liebe Kerstin,

    vielen herzlichen Dank für den Einblick in dein intensives Jahr. Ich habe deinen Jahresrückblick sehr gerne gelesen und das ein oder andere Mal den Atmen angehalten, weil es schon so viel und so spannend war und dann kam noch mehr. Wow und Respekt!

    Ganz wunderbar finde ich eure Hochzeitsmasken mit dem Schleier dran. Da habe ich vor Freude über so viel kreativen Umgang mit der Situation laut gelacht.

    Das Buch „Das 12 Wochen Jahr“ steht noch auf meiner Sachbuchleseliste für dieses Jahr.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß für alles, was du dir für 2022 vorgenommen hast. Und ich warte gespannt auf deine Blogartikel im nächsten Jahr.

    Herzliche Grüße
    Susanne

    1. Liebe Susanne,
      lieben Dank für deinen Kommentar! Das ist schön zu hören, dass du meinen Jahresrückblick gerne gelesen hast.
      Der Hochzeits-Coronamasken-Schleier war eine Idee, um eine bleibende Erinnerung an die Hochzeit unter Coronabeschränkungen zu haben. Wir haben sie von einer Schneiderin nach unseren Vorstellungen aus Seide mit Spitze und Tüll nähen lassen und sie hängen heute an unserer Küchentür und erinnern uns täglich an diesen wunderschönen Tag.
      Im Standesamt waren tatsächlich nur wir beide mit dem Standesbeamten. Noch nichtmal unsere Trauzeug:innen durften mit rein.
      Ich freue mich, wenn wir im nächsten Jahr regelmäßig voneinander lesen, denn ich werde in die Content Society mit einsteigen!! Kann es kaum erwarten … 🙂
      Herzliche Grüße
      Kerstin

  5. Liebe Kerstin,

    Ich war schon ganz neugierig auf Deinen Jahresrückblick! Heute hab ich endlich die Muse gefunden ihn zu lesen. Lieben Dank für den Einblick in Dein Jahr 2021.
    Bei vielem konnte ich direkt mitfühlen, das hatte ich in 2020 erlebt.

    Ich wünsche dir, dass Deine Wünsche für 2020 in Erfüllung gehen!

    Liebe Grüße

    Sylvia

    1. Hallo, liebe Sylvia,
      ich danke dir für deinen Kommentar! Ja, da haben wir in der Academy Ähnliches erlebt. Bin auch sehr gespannt auf deinen Jahresrückblick und was sich bei dir so getan hat in diesem Jahr. Ich freue mich immer, von dir zu lesen und dir zu folgen.
      Ich wünsche viel Erfolg für das neue Jahr und dass du deine Pläne gut umgesetzt bekommst.
      Herzliche Grüße
      Kerstin

  6. Wahnsinn, liebe Kerstin – was für ein Jahr! Glückwunsch zu all dem, was du geschafft hast, das war viiiiiiiieeeeeeeelll und einfach schön, dass sich all deine Energie, dein Mut und die Ideen genau in die Richtung entwickeln, in die du dein Business auch entwickeln willst. Ich drücke dir die Daumen, dass es mit deinem Online Business und der Balance und dem Feiern und der Kunst und Kultur im neuen Jahr auch gut klappt.

    Hat ganz viel Spaß gemacht, deinen Jahresrückblick zu lesen, danke, dass du es mit uns teilst!

  7. Liebe Kerstin,

    endlich hatte ich die Ruhe deinen sehr schönen Jahresrückblick zu lesen. Unsere Wege in die Online-Welt sind auf die eine oder andere Art ähnlich. Und ich stimme mit dir überein, dass sich hinter dem Wort Online-Business so viel mehr (Arbeit) versteckt, als es zuerst den Anschein hat.
    Toll, dass du auch mit Claudia deine Zielgruppe definiert hast. Meine Erfahrung ist, dass es sich jetzt richtig gut anfühlt.

    Ich freue mich mehr von dir zu lesen (habe gerade auf FB gesehen, dass es im nächsten Jahr regelmäßig Blogartikel von dir geben wird ).

    Liebe Grüße und alles Gute für 2022
    Sonja

    1. Liebe Sonja,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut und ehrt mich, dass du meinen Jahresrückblick bis zum Schluss gelesen hast! Ich fand deinen auch sehr inspirierend und ermutigend und ja, wir haben einige Parallelen. Ich folge dir schon länger und habe schon viel von dir gelernt. Vielen Dank dafür.
      Schön, wenn wir uns gegenseitig durch das neue Jahr begleiten. Dies war mein Auftakt als Bloggerin. Bin mega gespannt …
      Alles Gute für dich in 2022
      Kerstin

  8. Wow, Kerstin, was für ein Jahr! Ich habe beim Lesen oft vor Spannung die Luft angehalten, manchmal geschmunzelt und immer wieder heftig genickt. Unglaublich, was du in einem Jahr alles geschafft hast – so viel Power und Disziplin hätte ich auch gern. Dass du angesichts der ganzen Technik nicht aufgegeben hast, finde ich echt bewundernswert, ich bin immer wieder kurz davor, das Handtuch zu werfen. (Apropos: Sarah Osenberg kann ich dir auch empfehlen.) Deine Liste für 2022 ist schon jetzt beeindruckend lang. Ich wünsche dir ein super tolles Jahr, in dem du viel von deinen Plänen umsetzen kannst und dabei immer deine Balance behältst.
    Liebe Grüße
    Elke

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