Was war das doch für ein schöner, sonniger Oktober, der nochmal mit spätsommerlichen Temperaturen daherkam. Es tat gut, in diesen schrägen Zeiten nochmal Sonne und Energie zu tanken. Aber es war auch im Business ein interessanter, voller Monat mit spannenden Projekten, von denen ich in diesem Rückblick berichten möchte. Denn viel zu oft arbeite ich nur im Verborgenen und mache mir gar nicht bewusst, wie viel Produktives und Positives doch entstanden ist und wie ich daran gewachsen bin. Komm mit und begleite mich durch meinen Business-Rückblick Oktober 2022!

Das war los im Lektorat Salvador

Hauptberuflich bin ich ja freie Lektorin, Autorin von Sprachlehrwerken und Übersetzerin, und seit zwölf Jahren selbstständig mit meinem Lektorat Salvador. Und weil vermutlich viele nicht so recht wissen, was eine Lektorin eigentlich so macht, möchte ich in meinem Business-Rückblick mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und darüber berichten, was ich gerade so auf dem Schreibtisch habe.

Im Oktober habe ich an zwei spannenden Fachbuchtiteln gearbeitet, für die ich das externe Projektmanagement übernommen habe und sie vom eingehenden Manuskript übers Lektorat, diverse Korrekturschleifen bis hin zur Druckfreigabe betreue. Ich liebe es, Buchprojekte über einen langen Zeitraum zu begleiten und mit dem Autor, dem Verlag, der Bildbeschaffung und dem Setzer alles zu koordinieren und umzusetzen. Das ist ein Prozess über mehrere Monate. Für den einen Titel habe ich inzwischen auch das Korrektorat durchgeführt und warte noch auf den abschließenden Kontrolldurchlauf und das Stichwortverzeichnis. Für den zweiten Titel habe ich das Lektorat abgeschlossen und mit dem Autor offene Fragen geklärt. Das Manuskript geht nun in den Satz. Im Anschluss erfolgt der Korrekturdurchlauf in der gelayouteten Datei.

Außerdem habe ich das Werbelektorat für eine Veranstaltungsbroschüre übernommen, eine Sprachzeitschrift mit Artikeln zum Deutsch lernen geschrieben und dazu auch einige Artikel aus dem Italienischen übersetzt.

Derzeit arbeite ich an einem diversitätssensiblen Lektorat für Arbeitsblätter, die im Deutschunterricht für Menschen mit Migrationshintergrund eingesetzt werden. Sehr aus dem Leben gegriffen, mit hilfreichen Dialogen und Themen. Eine schöne Zusammenarbeit, die mir viel Spaß macht.

Eine jüngere Lektoratskollegin hat bei mir ein Mentoring gebucht zum Basiswissen rund ums Lektorat. Ich finde es sehr beglückend, mein Wissen weiterzugeben und ihr gute Tipps geben zu können. Auch ich hatte zu Beginn meiner Selbstständigkeit eine Mentorin, von der ich viel gelernt habe und die ich alles fragen konnte. Das hat mir damals enorm geholfen. Und es tut so gut, von meinem Mentee nun Feedback zu bekommen, dass sie besprochene Themen gleich umsetzen konnte und erfolgreich einen Lektoratsauftrag bekommen hat und nun umsetzt. Super gut!

Ganz besonders gefreut habe ich mich über die Anfrage der Chefredakteurin der Federwelt, einer Zeitschrift für Autor*innen, für einen Gastartikel, in dem ich von meinen Erfahrungen als Autorin für Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache berichte und worauf es beim Verfassen von Übungen in den verschiedenen Sprachniveaus ankommt. Wir haben uns telefonisch zu einem sehr konstruktiven Brainstorming-Termin getroffen und verabredet, dass ich zwei Artikel schreibe.

Und weil die Weihnachtszeit schon wieder mit großen Schritten naht, bereite ich gerade einen Adventskalender mit Tipps rund um bessere Texte vor. Im letzten Jahr lief mein Adventskalender mit einem Rechtschreibfehler für jeden Tag so erfolgreich, dass es dieses Jahr wieder einen gibt. Bleib gespannt!

Diese Blogartikel sind im Oktober entstanden:

Aufruf zur Blogparade: Rechtschreibung und ich – (k)eine Liebesgeschichte

Meine Blogmentorin Judith Peters hat uns Mitte Oktober dazu inspiriert, Blogparaden zu einem spannenden Thema zu starten, von dem sich andere Blogger*innen angesprochen fühlen, das Thema aufzugreifen und selber einen Blogartikel dazuzuschreiben. Eine coole Aktion, die mich sofort angesprochen hat. Über das Thema musste ich nicht lange nachdenken und so habe ich dazu aufgerufen, über „Rechtschreibung und ich – (k)eine Liebesgeschichte zu bloggen“. Bisher (Stand: 1.11.) sind 13 Beiträge eingegangen und ich freue mich über so eine Fülle an sehr unterschiedlichen Beiträge dazu: Von persönlichen Geschichten, Gefühlen zum Thema, differenzierte Betrachtung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, Anlässen und Textarten bis hin zu Profitipps und Buchempfehlungen ist alles dabei. Ich bin sehr begeistert von der großen Resonanz und werde am Ende eine Zusammenfassung schreiben und die Blogartikel alle verlinken. Es hat mir jedenfalls eine Menge Besucher*innen auf meiner Website und in den sozialen Medien beschert.

Wenn auch du auch etwas zum Thema Rechtschreibung beisteuern möchtest, was du schon immer mal loswerden wolltest, egal in welche Richtung und ob mit oder ohne Rechtschreibfehler, mach mit! Bis zum 11. November hast du noch die Möglichkeit, mit einem Blogbeitrag teilzunehmen. Alle Infos dazu findest du hier:

Interview mit Janine Heck

Ein weiterer Blogartikel ist zu einem Interview entstanden, das ich mit Janine geführt habe. Janine ist Flugbegleiterin, Sommelière und Instagram-Expertin und wir kennen uns aus meinem Beta-Onlinekurs „Endlich korrekte Texte für dein Online-Business“. Sie hat im letzten Jahr an meinem Kurs teilgenommen, weil ihr korrekte Texte in ihrem Business wichtig sind. Der Kontakt ist geblieben, wir unterstützen uns seitdem gegenseitig – Instagram- und Canva-Knowhow gegen lektorierte Texte – und sind inzwischen auch Kooperationspartnerinnen. Janine bietet ein Contentpaket an, um Social-Media-Beiträge zeitsparend für einen Monat vorausplanen. Und damit die Texte sprachlich auch schick sind, gibt es mein Korrekturpaket on top.

12 von 12 im Oktober

Und wie jeden Monat habe ich auch im Oktober meinen Zwölften verbloggt und in zwölf Bildern, mit wenig Text, meinen Alltag an diesem 12. Oktober 2022 dokumentiert. Schau gerne mal rein:

Noch kein Manifest …

Eigentlich wollte ich im Oktober mein Manifest verbloggen, um über meine Werte und meine Überzeugung zu schreiben, die Kund*innen für die Zusammenarbeit mit mir wissen sollten. Ich habe beim Schreiben allerdings ein bisschen das Thema verfehlt, wie mir mein kritischer Blogbuddy Romy bescheinigte. Ich hatte tatsächlich mit dem Thema so meine Schwierigkeiten. Es war mir zu schwammig und unkonkret. Stattdessen habe ich kurz und knackig über mein Angebot und die Zusammenarbeit mit mir geschrieben. Ich denke, das ist auch ok und ein hilfreicher Blogartikel. Mein Manifest werde ich zu einem anderen Zeitpunkt nachholen. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Teilnahme an Djukes Blogparade

Außer meiner Blogparade sind durch Judiths Blogempfehlung in der The Content Society über dreißig weitere Blogparaden zu richtig spannenden Themen hervorgegangen: 30+ Blogparaden im Herbst 2022. Unter anderem eine, zu der meine Blogkollegin Djuke Nickelsen aufgerufen hat: Von Au! zu Wow! Diese Lebenskrise war ein echter Glücksfall. Dazu habe ich gerne einen Blogbeitrag geschrieben, denn auch in meinem Leben gab es so einen Fall, als ich aus einer Lebenskrise heraus meinen Job gekündigt habe, um mich selbstständig zu machen. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Lies hier, wie es dazu gekommen ist:

Austausch und Netzwerken mal offline

Bloggen führt nicht nur zu einsamen Stunden vor dem Bildschirm, sondern mitunter auch zu Treffen im richtigen Leben. Mit meiner Blogkollegin Djuke habe ich mich im Oktober in einer Berliner Kneipe zu einem sehr netten Abend mit viel persönlichem Austausch getroffen. Dabei kamen wir auf die Idee, ein Live-Treffen mit all den anderen Bloggerinnen aus der The Content Society in und um Berlin und solchen, die auch gerne mal zu einem Besuch in die Hauptstadt reisen, zu organisieren. Das findet nun Ende November in Berlin statt und ich freue mich schon sehr, viele Mitbloggerinnen dort persönlich zu treffen und kennenzulernen.

Einladung zum Meet Up für Mitbloggerinnen aus der The Content Society in Berlin

Live-Treffen mit lieben Menschen, mit denen man online viel zu tun hat oder hatte, sind sowieso immer toll. Im Oktober habe ich mich auch mit ehemaligen Teilnehmerinnen aus der she-preneur Academy getroffen, ein Jahresprogramm zum Aufbau eines Online-Business, an dem ich im letzten Jahr teilgenommen habe.

Private Highlights im Oktober

Obwohl das ein Business-Rückblick ist, möchte ich auch ein paar persönliche Ereignisse hinzufügen, um ihn abzurunden. Diese Rückblicke schreibe ich ja vor allem für mich selbst und an diese besonderen Momente möchte ich mich später gerne erinnern.

Ein besonderes Highlight im Oktober war ein gemeinschaftliches Herbstkonzert, das mein Chor, die QuerChorallen, unter Leitung von Jaret Choolun und Andrea Eckart, gemeinsam mit dem Berliner A-capella-Chor Spreeklang in der Hoffnungskirche in Pankow gegeben haben. Singen in der Gemeinschaft mit anderen macht einfach glücklich und es war ein wunderbares Konzert mit einer tollen Akustik und einer sehr schönen Atmosphäre. Bin jetzt noch ganz beseelt davon.

Chor singt in einer Kirche
Hier eine Hörprobe des isländischen Stücks Heyr, himna smi∂ur, gesungen von den QuerChorallen aus Berlin.

Im Oktober war ich auf dem Kalenderblatt von dem schönen Kalender „Der Himmel über Ratzeburg“ zu sehen, den meine Frau, die Künstlerin Nadja Schüller-Ost, gemalt und produziert hat. Ich mag das Bild sehr. Hier lese ich ihr vor, während sie kocht. Hab mich jedes Mal gefreut, wenn ich an dem Kalender vorbeigegangen bin. Schade, dass der Monat nun vorbei ist.

Kalenderblatt Oktober: gemaltes Bild von Faru, die liest
Im Oktober war mein Bild auf dem Kalender „Der Himmel über Ratzeburg“ zu sehen 🙂

Dieser Oktober war ungewöhnlich warm und sonnig. Fast sommerlich. So haben wir das schöne Wetter nochmal für ein paar sehr schöne Ausflüge genutzt, um die letzten wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen und Energie zu tanken.

Ausblick auf den November

Darauf freue ich mich im November:

3 Antworten

  1. Wow, Kerstin! Ganz schön viel los im Oktober.

    Danke für den Einblick in deine Arbeit als Lektorin. Hauptberuflich lesen dürfen, wie cool ist das denn?!?
    Und eine Mentorin an der Seite zu haben, ist sehr wertvoll. Schön, wie du dein Wissen und Erfahrung weitergibst.

    Deine Blogparade reizt mich auch. Dein Thema ist auch in Zusammenhang mit Websites relevant. muss mal schauen, ob ich das noch unterkriege. Coole Sache!

  2. Hallo, liebe Katja, vielen Dank für deinen Kommentar! Sei gerne mit dabei bei meiner Blogparade „Rechtschreibung und ich – (k)eine Liebesgeschichte“ in Bezug auf Websitetexte. Dieser Aspekt fehlt bisher noch. Bin gespannt auf deinen Beitrag!
    Viele Grüße
    Kerstin

  3. Was für ein Monat! Danke für den Einblick, liebe Kerstin. Ich bin gerade dabei, meine Website umzubauen und habe festgestellt, dass ich immer wieder über andere Themen geschrieben hatte, als ich es geplant hatte. So ist das mit dem Schreiben. Es entsteht, was entstehen soll, kann, muss….

    Gruß, Marita

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