Gruppenbild mit Klebestreifen in Fotoalbum eingeklebt

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Unglaublich. Dabei habe ich doch gerade erst meinen Monatsrückblick März geschrieben. Die Zeit rast.

Was war los in diesem Monat? Nach all der langen Zeit des Rückzugs und der Vorsichtsmaßnahmen, um diesem fiesen Virus zu entgehen, hatte ich in diesem Monat endlich wieder Begegnungen im richtigen Leben. Erst zögerlich, aber dann tat es so unglaublich gut, wieder Menschen richtig in den Arm zu nehmen und persönlich zu treffen. Ich spüre, wie sehr ich das vermisst habe.

Der Absatz „Kultur und persönlicher Austausch“ ist in diesem Monatsrückblick daher viel länger geraten als die übrigen Abschnitte. Aber genau das spiegelt auch die Gewichtung in diesem Monat wider, daher kürze ich ihn nicht. Nach so vielen Monaten fokussierten Arbeitens und der Isolation war die Sehnsucht nach persönlichen Begegnungen enorm und darf hier einfach mal Raum haben.

Kultur und persönlicher Austausch

Von meiner Bucket-List kann ich nun endlich den Punkt ein Besuch im Pierre-Boulez-Saal abhaken. Das habe ich mir schon seit der Eröffnung dieses ganz besonderen Kammermusiksaals im Jahr 2017 gewünscht und bisher noch nicht geschafft. Vor dem Umbau war dort das Magazin für Kulissen der Staatsoper Unter den Linden untergebracht. Die Architektur und die Akustik dieses Raums sind wirklich außergewöhnlich. An diesem Abend haben die Schwestern Labèque ein Klavierkonzert auf zwei Flügeln gegeben. Zum Dahinschmelzen! Da möchte ich sehr bald wieder ein Konzert erleben. Besten Dank an meine Chorkollegin Margrit für die Initiative, sonst hätte ich es vermutlich noch immer nicht dahin geschafft.

Ein weiteres Highlight in diesem Monat war eine Gartenparty meines alten Lektor:innenstammtisches. Viele Jahre haben wir uns in illustrer Runde im „Bibliothekszimmer“ einer Alt-Berliner Gaststätte regelmäßig getroffen und uns ausgetauscht. Oft vorab mit einem Impulsvortrag zu einem Thema. In den letzten Jahren ist dieser Zirkel leider eingeschlafen und nun ist einer der Gründungsmitglieder nach Innsbruck gezogen. Das war ein schöner Anlass, vor dem Umzug alle nochmal einzuladen und im Garten eine Abschiedsparty zu feiern. Nach langer Zeit war das für mich eines der ersten persönlichen Treffen statt immer nur Meetings auf Zoom. Die Verbundenheit und Stimmung waren noch genau wie früher.

Das absolute Top-Highlight des Monats war aber ganz klar die Einladung von Judith Sympatexter Peters zu einem Live-Event der The Content Society nach Stuttgart. Meine erste Zugreise seit der Pandemie. Und es hat sich sowas von gelohnt. 60 wortstarke Bloggerinnen sind aus allen Teilen Deutschlands, Österreich, der Schweiz und sogar aus Frankreich angereist. Das persönliche Kennenlernen und der Austausch untereinander standen ganz klar im Vordergrund. Einige kannten sich schon aus dem letzten Jahr, andere – wie auch ich – sind erst in diesem Jahr dazugekommen. Es war das erste große Live-Event, das Judith organisiert hat und es war ein voller Erfolg. Mit ihrer unglaublichen Energie hat sie uns ganz viel Input und Motivation für das Bloggen mit auf den Weg gegeben. Wir haben neue Blogideen gebrainstormt und sie hat uns aufgefordert, uns ganz spontan an Reels heranzuwagen. Ganz erstaunlich, was für coole Reels in sehr kurzer Zeit durch „einfach mal machen und probieren“ entstanden sind. Vor dem Event fand ich diese Herumtanz-Videos mit in-die-Luft-Gepiekse und Schrift drauf einfach nur gruselig. Dabei gibt es so viel mehr Möglichkeiten für coole Videos. Das Eis ist gebrochen. Für mein Glossar habe ich mich an ein Rückwärts-Video herangewagt, das über 2.000 Mal aufgerufen wurde. Krass!!

Beim Chorwochenende

Und wo ich schon bei Highlights und Kultur bin, mache ich hier gleich mal weiter, denn am letzten Wochenende im April war unser Chorwochenende in der Schorfheide nördlich von Berlin – samt Radtour zur Anreise und Anbaden im See. Wir proben gerade für den Nordakkord, ein queeres Chorfestival, das im Mai in Bremen stattfindet. Singen, persönliche Gespräche und das Miteinander sind immer toll. Und ja, das Wasser war kalt, aber sooo schön! Leider gab es einige Covid-Infektionen und auch ich bin seit heute Morgen positiv. Tja.

Ich habe vier Blogartikel veröffentlicht

Coverfoto von Glossar
Mein Expert:innenartikel im April: ein Glossar

Das Glossar Korrekturlesen und Rechtschreibung – Die wichtigsten Begriffe einfach erklärt ist ein etwas größerer Blogartikel geworden. Es gibt eine Menge an Fachbegriffen zum Korrekturlesen und zur Rechtschreibung, die mir in meiner Arbeit als Lektorin, insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Herstellungsabteilung in Verlagen oder einem Satzbüro, sehr geläufig sind. Für Menschen außerhalb der Verlagswelt klingen sie vermutlich so fremd wie die Namen böhmischer Dörfer. Mit diesem Glossar möchte ein bisschen dafür sensibilisieren, was zum Korrekturlesen alles dazugehört und dass es dabei nicht nur um ein fehlendes Komma oder um reine Rechtschreibung geht. Rechtschreibung und Typografie machen Texte lesbarer und ästhetischer, damit das Auge beim Lesen nicht stolpert und sich voll auf den Inhalt konzentrieren kann.

Angeteasert habe ich den Blogartikel mit einem Reel (mein zweiter Reel-Versuch). Nachdem uns Judith bei dem Live-Event der The Content Society in Stuttgart dazu angefixt hat, macht das jetzt auch richtig Spaß. Das verhalf mir (unter anderem) im April zu 252 Besucher:innen auf meiner Website. 🙂

Neuer Lektoratsauftrag

Im April habe ich mit dem Lektorat für einen neuen Kunden begonnen. Ein technisches Fachbuch, bei dem es um Verständlichkeit, aber auch um Formatierungen und einheitliche Schreibweisen geht. Viele der Themen, die ich im Glossar aufgeführt und erklärt habe, kommen genau hier zum Einsatz. Zum Beispiel: Sind alle Bilder und Tabellen vollständig, sind alle Wörter richtig geschrieben, sind sie kapitelweise durchnummeriert und stehen sie an der richtigen Stelle? Wird im Text darauf verwiesen, mit einem fett gedruckten Verweis? Sind Bild- und Tabellenunterschriften sinnvoll und prägnant beschrieben? Ist der Text gut verständlich geschrieben, logisch aufgebaut und sind die Sätze nicht zu lang und verschachtelt? Werden alle Fachwörter einheitlich geschrieben und vieles mehr.

Im Lektorat bin ich spezialisiert auf technisches Fachbuch, Sachbuch, Broschüren und Werbelektorat. Ich mag ja gut verständliche, nüchterne Sachbuchtexte. Romane gehören nicht zu meinem Fachbereich.

Außer diesem Projekt gab es noch einige letzte Geschäftsberichte, ein Werbelektorat für eine Broschüre, einen Jahresbericht und eine Sprachzeitschrift zum Deutsch lernen, die ich geschrieben habe. Einige Artikel übersetze ich auch aus dem Italienischen und adaptiere sie für Deutsch Lernende.

Worauf ich mich im Mai freue

Nun ist er also da, der Mai. Die Sonne scheint und wärmt, es grünt und blüht und das Kriegsgeschehen erscheint daneben so absurd und unwirklich. Was steht an im Mai? Was habe ich mir vorgenommen?

Außerdem:

2 Antworten

  1. Ein schöner Einblick, liebe Kerstin. Ich finde dich unglaublich mutig, was die Reels betrifft. Mir sind sie im Moment noch zu zeitaufwändig, aber auch mein Tag wird kommen 😉 Ich liebe Deine Art zu Schreiben.

    Schöne Woche!
    Marita

    1. Ich danke dir für dein wertschätzendes Feedback, liebe Marita. Gestern wollte ich zum MoRüBli auch ein Reel machen, fühlte mich c-bedingt aber zu antriebslos dafür. Ich übe noch an den Reels. Bis vor kurzem waren mir die Storys noch ganz fremd. Inzwischen komme ich mit diesem Format gut zurecht. Schön, dass du jetzt mit uns bloggst in der The Content Society!!

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