Meer mit Buhnen

Der Monat März brachte Abwechslung, Entspannung und verrückte Projekte in mein Leben. Sie ließen mich das unfassbare Weltgeschehen ein wenig beiseiteschieben, zumindest zeitweise. Nachdem ich zwei große Projekte, an denen ich in den letzten Monaten mit Hochdruck gearbeitet habe, nun endlich erfolgreich abschließen konnte, hatte ich gerade Kapazitäten frei, um bei der Blogdekade mitzumachen. Was das ist? Eine Blog-Challenge, bei der es darum geht, zehn Blogartikel in zehn Tagen zu schreiben. Und da ich Herausforderungen liebe, war ich mit dabei. Und es gab eine Auszeit am Meer – wenn auch nur für einen Tag.

Buchprojekt erfolgreich abgeschlossen

Die erste Märzwoche stand ganz im Zeichen „Endspurt zur Deadline für mein Buchprojekt“. Am 4. März habe ich den letzten Teil meines Manuskripts an den Verlag übergeben und tief durchgeatmet. Seit Oktober habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Silvana am zweiten Band eines Schulbuchs für Deutsch als Fremdsprache (A2) geschrieben (der Link ist zum ersten Band, Band 2 ist noch nicht online angekündigt). Da floss viel Hirnschmalz in Texte, Dialoge, Audio-, Konversations- und Grammatikübungen. Es ist so wohltuend, wenn die viele Arbeit dann doch mal zu einem Ende kommt und endlich wieder Kapazitäten für andere Aufgaben und Projekte frei werden.

Für das schreckliche Buchcover kann ich nichts …

Tag am Meer

Nach Abschluss des Buchprojekts und um die erste Woche Krieg in Europa zu verdauen, sind meine Frau Nadja und ich am 6. März spontan für einen Tag ans Meer gefahren. Von Berlin aus ist es nicht so weit bis zur Ostsee und wir haben es gut am Morgen hin- und am Abend wieder zurückgeschafft. Es blieb genügend Zeit für eine ausgiebige Strandwanderung an der Steilküste westlich von Warnemünde. Zu dieser Jahreszeit auch mit sehr wenigen Menschen. Es tat so unglaublich gut, einmal tief durchzuatmen, das Rauschen des Meeres zu hören, auf den Horizont zu blicken und das Kriegsgeschehen für ein paar Stunden auszublenden. Noch war der Tank mit „preiswertem“ Sprit gefüllt. Wer weiß, ob solche Touren künftig noch erschwinglich sein werden? Wir sind diszipliniert spritsparend gefahren. Der Tag war eigentlich Grau in Grau, aber als wir am Strand ankamen, riss der Himmel plötzlich auf und bescherte uns einen herrlich sonnigen Tag, für den wir sehr dankbar waren.

Bloggen in der Blogdekade

Vom 21. bis zum 30. März fand in meiner Blog-Community The Content Society die Blogdekade statt. Was das ist? Die verrückte Challenge-Idee meiner Blog-Kollegin Franzi Blickle, innerhalb von zehn Tagen zehn Blogartikel zu schreiben und zu veröffentlichen. Klingt ambitioniert? Oh ja, das war es auch! Neun Blogartikel (den Aprilscherz mit dazu gerechnet) habe ich geschafft und dieser Monatsrückblick März ist sozusagen der zehnte. Geholfen haben mir morgendliche Brainstorming-Sessions und gemeinsame Co-Bloggings u. a. mit Petra Büeler auf Zoom, um fokussiert zu schreiben und dabei nicht alleine zu sein. Für mich war es ein Spagat zwischen dem eigenen Qualitätsanspruch und der Herausforderung, es schaffen zu wollen.

Screenshot der Blogseite
Diese Blogartikel sind während der Blogdekade entstanden

Diese Blogartikel habe ich während der Blogdekade geschrieben:

  1. Ich mache mit bei der Blogdekade!
  2. Schon geliked? … oder gelikt? – Englische Verben im Deutschen
  3. Was ist ein Glottisschlag?
  4. 5 Tipps zum Korrekturlesen deiner eigenen Texte
  5. Strasse oder Straße? – Zur Schreibung der s-Laute im Deutschen
  6. Bergfest der Blogdekade
  7. Bindestrich oder Gedankenstrich – Was ist der Unterschied?
  8. Die 10 besten Blogs rund ums Thema Rechtschreibung – meine Leseempfehlung
  9. Neuer Buchstabe eingeführt – Der Buchstabe P wird jetzt ersetzt durch ☮
  10. Monatsrückblick März (dieser Monatsrückblick wäre der zehnte, der nun im April erscheint)

12 Artikel im März verbloggt

Außerhalb der Blogdekade sind aber noch weitere Blogartikel im März entstanden – insgesamt zwölf! Da war noch der Monatsrückblick Februar, den ich am 1. März veröffentlicht habe, meine 12 von 12 im März, in dem ich den 12. März 2022 in Bildern festgehalten habe und den Artikel „Was macht mich als Lektorin und Rechtschreibtrainerin besonders?“ vom 18. März, in dem ich mich und meine Expertise vorstelle. Darin berichte ich von den vielen unterschiedlichen Perspektiven, aus denen ich in meinem bisherigen Berufsleben die Branche rund ums Buch und Schreiben schon kennenlernen durfte, und die meinen Wissens- und Erfahrungsschatz geprägt haben.

Und hey, dieser Monatsrückblick März ist insgesamt schon mein 23. Blogartikel! Dafür, dass ich mit dem Jahresrückblick 2021 überhaupt erst mit dem Bloggen angefangen habe, doch gar nicht so schlecht, oder?

Lauftraining auf dem Tempelhofer Feld

Im März habe ich wieder mit dem Lauftraining begonnen, mit einer Laufgruppe und zwei Laufcoaches. Wir trainieren auf dem Tempelhofer Feld – für Nicht-Berliner: auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Die Weite des Feldes ist immer wieder ein Erlebnis und wird von den Berlinern für Sportarten wie Laufen, Radfahren, Skite-Surfen oder einfach nur zum Chillen genutzt. Ambitionierte Ziele wie den S 25 oder Halbmarathon verfolge ich aber gerade nicht, vielleicht melde ich mich für einen 10-Kilometer-Lauf an. Mal sehen. Meine Prioritäten liegen gerade eindeutig auf dem Aufbau meines Online-Business. Aber Laufen zum Kopf-Freimachen hilft mir sehr.

Landebahn eines ehemaligen Flughafens
Landebahn auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof

April, April

Am letzten Tag im März (und als neunten Artikel bei der Blogdekade) habe ich meinen Aprilscherz verbloggt. In der aktuellen Situation ist es eine ganz schöne Gratwanderung, ob Scherze überhaupt angebracht sind. Daher war mein Scherz auch kein Schenkelklopfer und hat sich über nichts und niemand lustig gemacht. Er sollte vielmehr zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Konkret ging es darum, dass Nachrichten derzeit schwer zu ertragen sind und wie wir damit umgehen. So war meine Idee, einen neuen Buchstaben einzuführen, statt P ein ☮, damit beim Lesen von schlimmen Wörtern wie ☮utin und ☮anzer im Subtext gleich etwas Friedvolles mitschwingt.

Jetzt beim Schreiben meines Monatsrückblicks entdecke ich erst, dass es tatsächlich einen Unicode für ☮ gibt. Den hatte ich beim Bloggen nicht gefunden und stattdessen in Word Bild und Text zusammengefügt und als Bilder in die Blöcke bei WordPress eingefügt. Daher auch die rote Unterkringelung der Rechtschreibkorrektur im Text 😉 Da hätte ich mir die Bastelarbeit auch sparen können … Ich nehme es mal als Learning zum Aprilscherz und lache im Nachhinein über meine Umständlichkeit. Aber immerhin clever gelöst.

Tastatur
Der Buchstabe P wird ersetzt durch

Was war sonst noch los im März?

Ausblick auf den April

Was ich für den April geplant habe? Spannende Dinge:

Am 23. April veranstaltet Judith Sympatexter Peters ein Live Event für die Content Society in Stuttgart. Dabei steht vor allem Vernetzung und ein persönliches Kennenlernen der Blog-Community im Vordergrund. Ich freue mich schon riesig darauf, meine Mit-Bloggerinnen in der Content Society im echten Leben kennenzulernen, die ich bisher nur über ihre Blogartikel und auf Zoom kenne. Und vor allem, meinen Buddy Romy aus dem österreichischen Weinviertel persönlich zu treffen. Aber wie ich Judith kenne, hat sie noch viel mehr geplant. Ich habe angeboten, dort einen Live-Workshop zu den 7 besten Rechtschreib-Hacks für Bloggerinnen zu halten.

Außerdem plane ich, vier weitere Blogartikel zu veröffentlichen und meinen Newsletter endlich aufzusetzen und damit zu starten. Die Zugfahrt nach Stuttgart und zurück sind schonmal fürs Bloggen und/oder Newsletterschreiben eingeplant.

Nach Ostern startet ein neuer Lektoratsauftrag für ein technisches Fachbuch für einen neuen Kunden. Wir hatten zwei sehr angenehme Kennenlern- und Übergabesessions auf Microsoft Teams und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Außerdem habe ich noch drei kleinere Aufträge auf dem Tisch, also keine Langeweile …

Am letzten Wochenende im April steht unser Chorwochenende auf dem Plan. Wir proben für unseren Auftritt beim Nordakkord-Festival in Bremen im Mai. Darauf freue ich mich schon sehr.

Ich bin gespannt auf einen abwechslungsreichen Monat April und versuche dabei, diese andere Wirklichkeit weitestgehend zu verdrängen.

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